BP ist noch lange nicht am Ende

erstellt am: 17.06.2010 | Kategorie(n): Finanzen, Wirtschaft

Als am 22. April 2010 eine Bohrinsel des Ölkonzerns BP (ehemals British Petroleum, heute beyond petroleum ) mit Sitz in London explodierte erahnte kaum jemand die Ausmaße dieser Katastrophe. Zwar war schnell klar dass dies eine der verheerendsten Naturkatastrophen in der Geschichte der USA sein wird, doch dass  fast 2 Monate nach dem Unglück noch immer riesige Mengen Öl aus dem Bohrloch in den Ozean strömen, damit hatte wohl kaum einer gerechnet.

Der ehemals britische, heute internationale Konzern hat bei seinem Krisenmanagement auf ganzer Linie versagt. Nachdem nun mehrere Versuche das Problem zu lösen gescheitert sind, scheinen BP die Ideen auszugehen.

Der Druck der Öffentlichkeit auf den Konzern wächst. So hat ein Großteil der Küstenbewohner bereits ihre Existenzgrundlage, den Ozean, verloren. Denn mit dem täglichen anschwemmen des Öls wird ihre Chance jemals wieder von diesem Meer leben zu können geringer.  Auf Grund dieser Tatsache, und dem Druck der US Regierung, zahlt BP nun eine Summe von 20 Milliarden US Dollar in einen Hilfsfonds welcher die Entschädigung der Betroffenen Bewohner, sowie die Kosten für die Säuberungsarbeiten übernimmt. Des Weiteren stellt BP 100 Millionen für Arbeiter welche auf Grund der momentan reduzierten Tiefseebohrungen ihren Arbeitsplatz verloren zur Verfügung. Doch trotz dieser gigantischen Summen rechnen Analysten der US Bank Goldman Sachs mit noch höheren Kosten von rund 60 Milliarden US Dollar, also rund dem dreifachen der bisherigen Kalkulation.

Doch all dies dürfte dem Konzern nicht sehr viel anhaben können prognostizieren Finanzexperten. Der Ölkonzern erwirtschaftet jährlich einen zweistelligen Milliardenbetrag, es sollte also zwar schmerzhafte Einbußen für den Konzern geben, jedoch keine existenzbedrohende Situation ausgelöst werden. So sehen viele Analysten die Aktie von BP momentan deutlich unterbewertet und sagen BP eine positive Zukunft voraus.

Londoner Telefonzelle